Chronik

In einer Versammlung am 13. November 1887 wurde der “Gesangverein zu Antfeld” gegründet. 24 Mitglieder wählten den ersten Vorstand: Heinrich Funke als Vorsitzender, Lehrer Karl Hirschmann als Dirigent und Lorenz Ernst als Rendant. Der Lehrer Hirschmann verfasste die Statuten, die am 20. November ihre Genehmigung fanden. Schon am Ende des Gründungsjahres hatte sich die Zahl der aktiven Sänger auf 34 erhöht, und am Ende des darauf folgenden Jahres hatte der Verein schon 39 aktive und 32 passive Mitglieder.

Im Frühjahr 1889 wurde ein Vereinsbanner mit dem Bild der Hl. Cäcilia angeschafft, den Wert der Fahne mit seiner handwerklichen Stickkunst erkannte man später bei der umfassenden Restaurierung im Jahre 1986.

Um 1904 übernahm der Lehrer Blaufuß die Chorleitung. 15 Sängerfeste wurden in dieser Zeit besucht, außerdem veranstaltete der Chor, wie in anderen Dörfern auch, gelegentliche Theatervorstellungen zur Freude der Dorfbewohner. Bis zum Jahre 1927 stehen fünf eigene Sängerfest in der Chronik. In den folgenden Kriegsjahren wurde das Singen zeitweise ausgesetzt.

In feucht-fröhlicher Runde 1917

In feucht-fröhlicher Runde 1917

Zu neuem Leben erwachte der Verein im Jahre 1921 unter dem Lehrer Hellhake, Hauptlehrer an der Volksschule Antfeld. Mit 53 Mitgliedern begann ein vielversprechender Abschnitt der Vereinsgeschichte. Im Mai 1927 konnte das 40-jährige Jubiläum gefeiert werden, 1928 beteiligte man sich erstmals an einem Gesangswettstreit im benachbarten Bigge, wo man unter dem Dirigat von Lehrer Wilhelm Ernst einen beachtlichen 2. Preis ersingen konnte.

Der Antfelder Chor im Jahre 1967

Der Antfelder Chor im Jahre 1967

Im zweiten Weltkrieg kam auch in Antfeld der Chorgesang zum Erliegen. 1946 traf man sich wieder zu wöchentlichen Proben unter verschiedener Chorleitung.

Das 75-jährige Bestehen feierte der Verein mit vielen Chören aus der Nachbarschaft. Zeitweilig hatte der Verein in den Siebziger Jahren mit mangelnder Beteiligung an den wöchentlichen Chorproben zu kämpfen.

 Ausflug nach Weßling/Bayern im Jahre 1980

Ausflug nach Weßling/Bayern im Jahre 1980

Einen gewisssen Aufschwung verzeichnete man wieder ab dem Jahre 1980, man lernte neue Sänger auch aus ferneren Gefilden kennen, unternahm einige Ausflugsfahrten bis ins Bayernland. Zum 100-jährigen Bestehen konnte man den Chor aus Weßling, dem auch der gebürtige Antfelder Gisbert Ernst angehörte, bei einem Gegenbesuch in Antfeld begrüßen.

Verleihung der Zelter-Plakette anlässlich des 100-jährigen Bestehens

Verleihung der Zelter-Plakette anlässlich des 100-jährigen Bestehens

In den folgenden Jahren standen Teilnahmen an österlichen Konzerten, Platzkonzerten von Musikvereinen, beim Grenzbegang und bei Sängerfesten auf dem Programm. Hinzu kamen die Gestaltung des Cäcilientages im November, Weihnachtskonzerte, Mitgestaltung des Gedenkens am Volkstrauertag, das Singen zu kirchlichen Anlässen wie z.B. in der Christmette, aber auch die Durchführung geselliger Veranstaltungen wie z.B. das traditionelle Kartoffelbraten und natürlich der Besuch bei befreundeten Vereinen zu deren Sängerfesten.

Die Zelter-Plakette wird als staatliche Anerkennung und Auszeichnung an Chöre verliehen, die ihr 100-jähriges Bestehen feiern konnten und sich besondere Verdienste um die Pflege der Chormusik und des deutschen Volksliedes erworben haben.

Die Zelter-Plakette wird als staatliche Anerkennung und Auszeichnung an Chöre verliehen, die ihr 100-jähriges Bestehen feiern konnten und sich besondere Verdienste um die Pflege der Chormusik und des deutschen Volksliedes erworben haben.

Nicht zu vergessen sind die Ständchen zu Polterabend, Hochzeit, runden Geburtstagen und zu Jubelfeiern, die den Zusammenhalt fördern, die Sänger immer wieder motivieren und den Festen eine besondere musikalische Note geben.

Die vergangenen 25 Jahre waren dicht gefüllt mit den verschiedensten Aktivitäten, mit Höhen und Tiefen, mit viel Fleiß und musikalischen Höhepunkten, an denen besonders der Chorleiter Werner Gierhardt seine Verdienste hat. Die Chronik zum 125-jährigen Bestehen berichtet darüber in allen Einzelheiten.

 

Der Männergesangverein im 100-jährigen Jubiläumsjahr 1987 mit dem Chorleiter Hans-Ferdinand Grohmann (links)

Der Männergesangverein im 100-jährigen Jubiläumsjahr 1987 mit dem Chorleiter Hans-Ferdinand Grohmann (links)

 

 

 

Chorleiter von 1887 bis heute:
1887 – 1904 Karl Hirschmann
1904 – 1909 W. Blaufuß
1909 – 1926 Franz Hellhake
1926 – 1945 Wilhelm Ernst
1946 – 1947 Hentschel
1947 – 1948 Herr Hahne
1948 – 1953 Walter Peters
1953 – 1961 Hermann Hinse
1961 – 1973 Hans-Ferdinand Grohmann
1973 – 1974 Hermann Hinse
1974 – 1992 Hans-Ferdinand Grohmann
1992 – 2012 Werner Gierhardt
seit 2012 Norbert Hengsbach

 

Vorsitzende:
1887 – 1888 Heinrich Funke
1888 – unbek. Philipp Kämpfer
1935 – 1951 Josef Hillebrandt
1952 – 1956 Josef Rosenkranz
1957 – 1971 Heinrich Funke
1971 – 1988 Heinrich Dünschede
1988 – 1994 Erwin Spiekermann
1994 – 2010 Heinz Funke
seit 2010 Ralf Spiekermann

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